Was man so braucht...

Malgründe Radiergummi Papier-Estompen
Messer und Spitzer Zeichenbrett Fixierung
Verdünner Malmittel Ölfarbe
Aquarellfarben in Tuben Gouachefarben Aquarellfarben in Näpfchen
Paletten Malstock Spachteln/Malmesser

Malgruende

Der Malgrund ist der Untergrund, auf dem man malt. Dies kann sein: Ich habe alle möglichen Mal- bzw Zeichenuntergründe angeführt. Nachfolgend werde ich auf Leinwand und Papier eingehen.

Leinwand

Leinwand ist der gängigste Malgrund für Ölbilder. Leinwand ist textiles Gewebe, das am besten aus Flachs besteht (teuer, aber angenehm zu bemalen und sehr farbaufnahmefreudig), und auf einen Rahmen gespannt wird. Leinwand kommt in verschiedenen Körnungen und Strukturen sowie mit unterschiedlichem Gewicht daher.

Das Gewebegewicht der Leinwand wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Je höher das Gewicht, desto höher ist die Fadendichte und desto hochwertiger ist die Leinwand.

Papier

Papier wird entweder maschinell hergestellt oder von Hand abgeschöpft. Die Qualität spiegelt sich im Preis wieder. Man muss einfach ausprobieren welches Papier man bevorzugt. Ich bevorzuge für die Pastellarbeiten ein sehr rauhes Papier, das die Farbkörner satt aufnimmt und dennoch genug Platz für Effektübermalungen (-zeichnungen) lässt. Der Natur der Sache nach ist dieses mein Lieblingspapier handgeschöpft und dementsprechend teuer. Hochwertiges handgeschöpftes Papier wird aus Baumwollhadern hergestellt und hat eine sehr unregelmässige Oberflächenstruktur.

Ad Struktur: Die Oberflächenstruktur des Papiers bezeichnet man als KORN. Es gibt drei Arten von Oberflächen:
Heiss gepressts Papier: Dies ist glatt und hat fast kein Korn. Dieses Papier ist geeignet für detaillierte Arbeiten, allerdings ist es fürs Aquarellmalen zu glatt.
Kalt gepresstes Papier:Dieses Papier hat eine halbrauhe Oberfläche und es eignet sich hervorragend für kräftige Lavierungen sowie feine Pinseldetails.
Rauhes Papier: Dieses Papier hat die rauheste Körnung. Diese Körnung bricht Striche und Lavierungen auf. Die Farbe sinkt in die Furchen der Oberfläche und lässt schon mal Stellen von weissem Papier frei. Dadurch schillern Lavierungen, auf diesem Papier gemalt, besonders.

Ad Papiergewicht: Dieses wird in Gramm pro Quadratmeter gemessen.

Radierer

Plastik- oder Knetgummiradierer sind zum Radieren am besten geeignet, da sie nicht, wie die so verbreiteten Radiergummis aus vulkanisiertem Material, leicht verschmieren und die Papieroberfläche zerstören. Knetgummiradierer sind formbar und zum Entfernen kleiner Details geeignet, sowie zum Setzen von Lichtern in einer Zeichnung, die mit weicher Graphitkohle erstellt worden ist.

Papier-Estompen

Das sind Wischer aus Papier, die man verwendet, um bei Pastell-, Kreide-, Kohle-, oder Bleistiftzeichnungen harte Konturen weich zu machen oder Farbtonverläufe zu erzielen bzw. Schattierungen zu erzeugen. Man kann an deren Stelle auch die Finger verwenden.

Papierwischer sind kompakte, konische Papierröllchen. Man kann mit ihnen breite Flächen und auch Details (die konische Form dieser Dinger gibt ihnen eine feine Spitze) verwischen.

Messer und Spitzer

Zeichnet man mit Kreiden oder Bleistiften, braucht man zum anspitzen ein scharfes Grafikermesser oder ein Skalpell. Will man Papier schneiden, braucht man diese scharfen Messer sowieso. Ein Bleistiftspitzer geht zum Spitzen der Bleistifte auch, allerdings bringt man beim Spitzen mit dem Messer feinere, längere Spitzen zustande und die Mine bricht nicht so leicht.

Sandpapier ist nützlich, will man Kohlestäbchen oder Pastellstifte anspitzen.

Zeichenbrett

Zum Zeichnen braucht man eine feste, stabile Unterlage. Der Küchentisch oder der Schreibtisch laden geradezu ein, zum Zeichnen verwendet zu werden. Man kann zusätzlich ein schönes Holzbrett beschaffen, das direkt als Unterlage für das Zeichenpapier dient.

Fixativ

Wenn man zeichnet, ob mit Bleistiften, Kohle oder Pastellkreiden, man muss die Bilder vor dem Verwischt werden schützen. Dazu gibts im Fachhandel Harz- oder Lacksprays, die man allgemein als Fixierung bezeichnet. Sie verbinden sich mit den Kreidekörnern und kleben diese auf dem Papier fest und bilden einen unverwüstlichen Schutzfilm aus Harz/Lack.

Verdünner

Verdünner erzeugen beim Trocknen einen matten Film und verkürzen die Trockenzeit der Ölfarben beträchtlich. Man sollte zum Malen nur doppelt destilliertes Terpentin verwenden, da das normale Haushaltsterpentin zu viele Verunreinigungen enthält. Man erhält im Fachhandel auch Terpentinersatz, der wesentlich verträglicher ist.

Malmitel

Darunte rversteht man Gelees und Pasten, die Aquarellfarben oder Ölfarben beigemengt werden, um deren Konsistenz, Transparenz und Oberfläche zu verändern. Man kann mit Malmitteln in Aquarell- und Ölmalerei interessante Effekte bauen.
Gummiarabicum:Das ist eine blasse Lösung, die man verwendet, um Glanz und Transparenz von Aquarellfarben zu steigern.
Ochsengallelösung: Hiermit steigert man die Fliessfähigkeit und Haftung der Aquarellfarben.
Flüssiggummi: Dieses Teil wird besonders in der Aquarellmalerei eingesetzt um Stellen weissen Papiers auszusparen, die ansonsten übermalt würden.
Leinöl&Terpentin Dieses Malmittel verwendet man in der Ölmalerei, um Ölfarben zu verdünnen beziehungsweise transparenter zu machen. Leinöl wird aus dem Grund verwendet: Es trocknet zu einem nicht reissenden Film. Ideal ist gereinigtes oder kaltgepresstes Leinöl. Will man eine dickere, schneller trocknende Mischung erhalten, so füge man der Mischung ein wenig Dammarfirnis bei.

Ölfarbe

Ölfarben erhält man in Tuben. Sie werden in zwei verschiedenen Qualitäten angeboten: die teuren Künstlerfarben sowie die günstigen Schülerfarben, die viel weniger Pigmente beinhalten als die Künstlerfarben. Künstlerfarben sind je nach Preis des verwendeten Pigments unterschiedlich teuer.

Ölfarbe hat eine weiche, butterige Konsistenz und ist vielseitig verwendbar. Man kann sie, da sie eine lange Trockenzeit hat, ausgiebig auf der Leinwand verteilen, und unzählige Effekte und Texturen erzeugen.

Aquarellfarben in Tuben

Aquarellfarben bestehen auch feingemahlenen, mit Gummiarabicum gebunenen Pigmenten, die mit Glyzerin als Feuchtigkeitsspender versehen sind. Aquarellfarbe zeichnet sich durch besondere Lichtdurchlässigkeit aus.

Tubenaquarellfarbe eignet sich für satte, grossflächig aufgrtragene Lavierungen, da man sie direkt aus der Tube auf die Palette geben kann und vor Ort mit beliebig viel Wasser aufdünnt.

Gouachefarbe

Gouachefarben sind lichtundurchlässige Wasserfarben, bei der die Pigmente mit Gummiarabicum gebunden und mit weisser Kreide vermischt sind. die getrocknete Farbe hat eine lichtundurchlässige und leicht kreidige matte Oberfläche. Man kann sie wie die Aquarellfarben mit Wasser verdünnen und mit Aquarellpinseln verarbeiten.

Aquarellfarben in Näpfchen

Näpfchenaquarell kommt in kleinen Farbblöcken daher, die man entweder einzeln oder innert spezieller Malkästen erwerben kann. In diesen Malkästen kann man die Farben praktisch mischen. Näpchenfarben sind günstig und gut geeignet fürs Malen im Freien. Allerdings ist das Aufnehmen der Farben mit dem Pinsel im Näpfchen eine etwas mühsame Angelegenheit.

Paletten

Unter Paletten versteht man Platten aus Holz, Keramik, Plastik oder Karton, die zum abmischen der Farben dienen. Man kann sie mit Palettensteckern versehen, die Wasser oder Ölfarbenverdünner beinhalten. Paletten erwirbt man oder man stellt sie im eigenbau aus einem beliebigen Stück Holz oder einer Fliese her, je nach Belieben. Als Paletten eignen sich auch Tassen, Saucieren, Platten .. kurz um alles was nicht porös ist, eignet sich auch als Palette.

Der Malstock

Der Malstock dient zum Behandeln/Ausmalen von winzigen Details auf dem Bild. Man legt ihn mit dem gepolsterten, dicken Ende (entweder ein Stoffballen oder ein Lederbeutel) auf ein trockenes Fleckchen des Bildes und stützt die Hand mit dem Pinsel auf dem Stock ab. So kann man bequem die diversesten Winzigkeiten auf dem Bild ausarbeiten, ohne sich direkt auf dem Bild abstützen zu müssen. Malstöcke bestehen aus Holz, Bambus, Plastik, ... mit einem Gummi- oder Chamoislederpolster an einem Ende. Malstock Marke Eigenbau: Man nehme einen Stock oder eine Leiste ode renen Kochlöffel und binde daran einen Stoffballen fest.

Spachteln/Malmesser

Malmesser haben elastische Klingen udn abgeknickte Griffe. Man verwendet sie anstelle der Pinsel bei der Impasto-Malerei.